Es wird Frühling und die Bäume wachsen

Inzwischen habe ich noch ein wenig gebastelt. Bekannterweise sind ja die käuflich erwerbbaren Bäume entweder nicht sonderlich natürlich oder so teuer, dass schon das Anlegen einer Streuobstwiese den Verzicht auf einen Kurzurlaub erfordert. Also habe ich mich schlau gemacht, wie maßstabgerechte Bäumchen selbst gebastelt werden können.

Eine der wohl weitverbreitetsten Methoden ist die, dünnen Draht zu verdrillen. Mein erster Versuch mit Gartendraht vor einigen Tagen sah schon ganz nett aus, war aber eher für H0 geeignet, weil der Draht doch zu dick war und dadurch der Stamm zu dick wurde. Der Test heute mit dem elektronischen Messschieber hat eine Drahtstärke von 0,8 mm ergeben. In der Folge habe ich mir über A* Drahtlitze bestellt, die im Blumenhandel für Dekozwecke benutzt wird. Der Draht hatte eine Stärke von 0,05 mm (der heutige Test mit dem Messschieber ergab 0,1 mm, aber ich vermute, dass hier dann doch die Genauigkeit des Gerätes nicht mehr groß genug war) und war doch erheblich zu dünn, um stabiles Astwerk zu ergeben.

Nun ergab es sich, dass meine Frau und ich am Donnerstag in Venlo (NL) waren und dort in einem wirklich großen Garten- und Dekomarkt. Dort sah ich dann eher zufällig einen Basteldraht, der mir geeignet erschien. Mit diesem Draht, Durchmesser laut Messschieber 0,5 mm, habe ich diese Rohfassung eines kleinen Bäumchens realisiert:

Der mitfotografierte Zollstock verdeutlicht die Dimension. Auch hier erscheint mir der Stamm noch sehr dick, zumal ja noch Material zur Verschleierung der Verdrillung hinzu kommt. Allerdings ist mir schon aufgefallen, dass ich sehr viele Drähte verarbeitet habe, so dass ich wohl noch etwas einsparen kann und der Stamm dadurch dünner wird. Ich werde aber wohl zusätzlich versuchen, noch Draht in einer Stärke von etwa 0,25 bis 0,3 mm zu bekommen.

Im ersten Anlauf habe ich mir Stücke von 10 cm Länge zugeschnitten. Beim Versuch, diese zu verdrillen, sind mir immer wieder Drähte „entwischt“, weil ich nicht alle Drähte mit der Zange fassen konnte. Deshalb habe ich einen zweiten Versuch gestartet, bei dem ich die doppelte Länge genommen und die Drähte in der Mitte umgebogen habe. Dadurch ließen sich die Drähte wesentlich besser packen und verdrillen. Außerdem hat man noch den Vorteil, am unteren Ende – wenn man es nicht komplett verdrillt – Wurzelansätze zu bekommen (die nebenbei noch für Standfestigkeit sorgen).

So, jetzt werde ich mich zunächst wieder meinem Felsen widmen, der jetzt einen Gipsanstrich braucht.

Bis bald

Helmut

 

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